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Ratgeber

Was kostet SEO für einen Handwerksbetrieb?

Zwischen 300 und 3.000 Euro im Monat ist alles im Angebot. Woran das liegt, was ein Handwerksbetrieb tatsächlich braucht – und ab wann es sich rechnet.

Warum die Spanne so groß ist

Suchmaschinenoptimierung ist kein Produkt, sondern laufende Arbeit an drei Baustellen: Technik, Inhalte und Einträge. Wie viel davon anfällt, hängt vom Ausgangszustand ab. Ein Betrieb mit einer technisch sauberen Seite und drei gepflegten Leistungsseiten startet an einem völlig anderen Punkt als einer, dessen Website fünf Jahre alt ist und auf dem Telefon acht Sekunden lädt.

Dazu kommt der Wettbewerb im Gewerk. Für „Dachdecker Heilbronn“ wird mehr gearbeitet als für eine Nische mit drei Anbietern im Landkreis. Beides ist seriös – nur muss im Angebot stehen, von welchem Fall ausgegangen wird.

Die drei Abrechnungsmodelle am Markt

Praktisch jedes Angebot folgt einem dieser drei Modelle. Die Unterschiede sind größer, als die Beträge vermuten lassen.

  • Einmalige Optimierung: Technik, Struktur und bestehende Seiten werden einmal in Ordnung gebracht. Das wirkt, verfällt aber langsam, weil Wettbewerber weiterarbeiten.
  • Monatliche Betreuung: ein fester Betrag für laufende Arbeit und Bericht. Üblich im Handwerk ist ein unterer bis mittlerer dreistelliger Betrag je Monat, abhängig von Gewerk und Gebiet.
  • Erfolgsabhängig: klingt fair, ist es selten. Bezahlt wird meist nach Platzierungen, nicht nach Aufträgen – und die Begriffe sucht sich der Anbieter aus.

Was den Preis im Handwerk treibt

Diese sechs Punkte bestimmen den Aufwand. Sie lassen sich vor jedem Angebot in zehn Minuten durchgehen.

  • Zahl der Gewerke: Jede Leistung braucht eine eigene Seite. Ein Betrieb mit sechs Gewerken ist mehr Arbeit als einer mit zwei.
  • Einzugsgebiet: Ein Ort ist schneller abgedeckt als ein halber Landkreis mit mehreren Standorten.
  • Zustand der Website: Fehlt die technische Grundlage, muss sie zuerst hergestellt werden – das ist der größte einmalige Posten.
  • Textarbeit: Wer Inhalte selbst liefert, zahlt weniger. Wer das nicht leisten kann, bekommt sie vorformuliert.
  • Brancheneinträge: Unternehmensprofil, Verzeichnisse und einheitliche Unternehmensdaten sind einmaliger Aufwand mit großer Wirkung.
  • Wettbewerbsdichte: Je mehr Betriebe im Gewerk aktiv optimieren, desto länger dauert es und desto mehr Substanz braucht es.

Was sich fast immer zuerst lohnt

Bevor Sie über eine monatliche Betreuung nachdenken, sollte diese Liste abgearbeitet sein. Sie kostet wenig, wirkt schnell und ist die Grundlage für alles Weitere.

  • Unternehmensprofil vollständig ausfüllen: Kategorien, Leistungen, Zeiten, Bilder, Einzugsgebiet.
  • Unternehmensdaten überall identisch halten – Name, Adresse, Telefonnummer, in jedem Verzeichnis gleich geschrieben.
  • Eine eigene Seite je Gewerk statt einer Sammelseite, auf der alles einmal vorkommt.
  • Ladezeit auf dem Telefon prüfen und Bilder verkleinern. Das ist oft der größte technische Hebel.
  • Telefonnummer so einbinden, dass ein Tipp darauf wählt – und sie auf jeder Seite sichtbar lassen.
  • Zufriedene Kunden um eine Bewertung bitten. Nicht kaufen, nicht sammeln lassen: fragen.

Woran Sie unseriöse Angebote erkennen

Die Branche hat einen schlechten Ruf, und sie hat ihn sich verdient. Diese sechs Punkte sind verlässliche Warnzeichen.

  • Platz eins wird garantiert. Das kann niemand, weil niemand die Reihenfolge der Ergebnisse festlegt.
  • Verlinkungen werden als Paket verkauft. Gekaufte Verlinkungen sind ein Risiko für Ihre Domain, kein Hebel.
  • Der Vertrag läuft 24 Monate. Wer liefert, braucht keine lange Bindung.
  • Der Bericht zeigt Platzierungen für Begriffe, nach denen niemand sucht, aber keine Anfragen.
  • Es wird ungefragt angerufen, meist mit dem Hinweis auf einen angeblichen Fehler Ihrer Website.
  • Niemand will die Website vorher ansehen, nennt aber schon einen Monatsbetrag.

Die Rechnung, die wirklich zählt

Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, was ein zusätzlicher Auftrag bei Ihnen wert ist. Liegt der durchschnittliche Auftragswert bei 2.000 Euro, rechnet sich eine Betreuung schon dann, wenn sie alle paar Monate einen Auftrag zusätzlich auslöst, den Sie sonst nicht bekommen hätten.

Diese Rechnung sollten Sie aufmachen, bevor Sie Angebote vergleichen – und Sie sollten verlangen, dass der Bericht sich daran messen lässt. Ein Bericht, der Platzierungen zeigt, aber keine Anrufe und keine Formulare, beantwortet die falsche Frage.

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